Das Pliensbachium

Das Pliensbachium lässt sich in eine obere (Carixium) und in eine untere Abteilung (Domerium) gliedern. Die Schichten sind manchmal sehr fossilreich, lassen sich aber schwer unterscheiden. Zudem ist man, was die Fundstellen betrifft, auf Lesesteine auf den Feldern sowie auf Baustellen angewiesen.
Die kalkige Ausbildung des Carixiums, der Davoeikalk ist durch Funde von Zeilleria numismalis und Deroceras davoei z.B. östlich Weiler-la-Tour belegt. Kalkknollen finden sich auf den Feldern westlich Bertrange. Die häufigsten Fossilien des Davoeikalkes sind übrigens die Belemniten.
Den
Übergang zum Domerium bilden die Margaritatus-Schichten, welche im oberen Teil Kalkknollen mit zahlreichen Ammoniten führen. Der Rest der Mergelfolge ist jedoch fossilarm. Petrographisch sind die Spinatus-Schichten kaum von den Mergeln der Margaritatus-Schichten zu unterscheiden. Doch gestattet das stellenweise häufige Vorkommen des leitenden Ammoniten Amaltheus spinatus eine Unterscheidung der beiden Stufen. Unter Macigno versteht man ein eisenhaltiges, feinkörniges Gestein, bestehend aus Quarzsand und Kalk, das oft mit Fossilien ganz erfüllt ist (LUCIUS).
Was die Fundstellen betrifft, ist man, wie erwähnt, auf Felder angewiesen. Funde machen kann man z.B. um Weiler-la-Tour und Hassel, sowie in der Umgebung von Itzig, Bettembourg, Dippach und Garnich. An Fossilien seien genannt: Amaltheus margaritatus, Amaltheus spinatus, Promicroceras planicosta, Lytoceras fimbriatum, Passalotheutis paxillosus, Gryphaea cymbium. Im Macigno sind auch Crinoidenbruchstücke und Kriechspuren häufig.
 

Robert Weis